Schenefeld: Einhelliger Wunsch nach U-Bahn-Anbindung Wie realistisch ist eine Verlängerung der Hamburger U-Bahn-Linie U5 bis nach Schenefeld?
Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Diskussionsabends, zu dem die CDU-Schenefeld unter ihrem neuen Vorsitzenden Dr. Tobias Löffler am 3. August ins JUKS eingeladen hatte. Als Gast informierte der Bundestagsabgeordnete Daniel Kölbl über das Projekt und die nächsten notwendigen Schritte.
Trotz besten Sommerwetters nutzten zahlreiche Interessierte aus Schenefeld, den Nachbargemeinden und Hamburg die Gelegenheit, sich zu informieren und ihre Fragen einzubringen. Dabei zeigte sich ein einheitliches Bild: Der Wunsch nach einer direkten U-Bahn-Anbindung Schenefelds an Hamburg ist groß.
Die U5 befindet sich im Hamburger Osten bereits im Bau und soll künftig über die Innenstadt bis nach Lurup und Osdorf führen. Der erste Abschnitt soll 2029 in Betrieb gehen, Osdorf spätestens 2040 erreicht werden. Von dort wären es nur noch rund 1,5 Kilometer bis Schenefeld. Eine Machbarkeitsstudie untersucht derzeit die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für diese Verlängerung. Die Kosten der Studie von rund 535.000 Euro tragen das Land Schleswig-Holstein, der Kreis Pinneberg und die Stadt Schenefeld. Für die 1,5 Kilometer lange Strecke werden Planungs- und Baukosten von deutlich über 400 Mio. Euro veranschlagt. Kölbl betonte, dass ein solches Großprojekt nur gemeinsam von Stadt, Kreis, Land und Bund zu stemmen sei. Bei entsprechender Förderfähigkeit könne der Bund bis zu 75 Prozent der Kos-ten übernehmen. Entscheidend sei deshalb, frühzeitig die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.
Dr. Tobias Löffler, Daniel Kölbl MdB
Eine Endhaltestelle am Schenefelder Stadtzentrum könnte die Anbindung an Hamburg erheblich verbessern und zugleich für Pendler aus dem Umland at-traktiv sein. Auch Hamburg würde durch weniger einpendelnden Autoverkehr profitieren. Positiv sei zudem, dass die Initiative zur Prüfung einer Verlängerung von Hamburg ausging und Schenefeld sowie der Kreis Pinneberg frühzeitig einbezogen werden.
„Es wurde deutlich, dass eine U-Bahn-Anbindung für viele Menschen trotz des langen Zeithorizontes weit mehr als ein abstraktes Zukunftsprojekt ist“, erklärte Löffler. „Deshalb müssen wir heute die richtigen Weichen stellen. Unser Ziel muss sein, dass die U5 künftig nicht kurz vor der Landesgrenze endet, sondern bis ins Schenefelder Stadtzentrum fährt.“ Die CDU-Schenefeld will den Prozess aktiv begleiten. Rückenwind sieht Löffler in der breiten parteiübergreifenden Unterstützung in Schenefeld und im Pinneberger Kreistag. Löffler und Kölbl hoffen nun auf einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor der Machbarkeitsstudie als Grundlage für die weiteren Planungen.
Diese Webseite verwendet Cookies, die notwendig sind, um die Webseite zu nutzen. Weiterhin verwenden wir Dienste von Drittanbietern, die uns helfen, unser Webangebot zu verbessern (Website-Optmierung). Für die Verwendung bestimmter Dienste, benötigen wir Ihre Einwilligung. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Technisch notwendige Cookies (Übersicht) Die notwendigen Cookies werden allein für den ordnungsgemäßen Gebrauch der Webseite benötigt.
Javascipt Dieser Cookie (PHPSESSION) wird gesetzt, ob zu prüfen, ob Cookies generell verwendet werden können und speichert dies in einer eindeutigen ID.
Cookie-Verwaltung Diese Cookies ("cookiehinweis1","cookiedritt") speichert Ihre gewählte Einstellungen zum Cookie-Management.
Cookies von Drittanbietern (Hinweis) Derzeit verzichten wir auf Scripte von Drittanbietern auf der Webseite.